Proteste bei Bookrix

Seit etwa einem halben Jahr bin ich bei Bookrix und kann dort elektronische Bücher gratis oder auch verkäuflich veröffentlichen. Vor etwa zehn Tagen kam der große Relaunch. Und jetzt ist nichts mehr, wie es war. Einiges wurde verbessert, und nach solch einer umfangreichen Umstellung kann man nicht erwarten, dass alles sofort klappt. Aber wichtige Dinge, die den Charme von Bookrix ausmachten, wurden einfach beseitigt.bookrix_endlich
Was mich am meisten trifft ist, dass die Struktur der Gruppen derart verändert wurde, sodass die Kommunikation erheblich erschwert ist. Es gibt innerhalb von Bookrix Gruppen, wie zum Beispiel: Thriller, Biografie, Covergestaltung, Kurzgeschichten, usw., in denen parallel zu verschiedenen Themen diskutiert wurde. Man fand in der jeweiligen Gruppe immer ein Thema, was einem interessierte. Die Diskussionen waren sehr rege. Es ist erstaunlich, wie intensiv man auf Bookrix Leute kennenlernte und um deren Probleme wusste. Es war nicht so anonym, wie auf anderen Plattformen. Ein Gefühl der Gruppengemeinsamkeit entstand. Dies alles sehe ich nun gefährdet.

Die Kommunikation ist das Herzstück solch einer Plattform – das sollten die Bookrix-Entwickler wissen. Der neue Aufbau von Boorix unterliegt offensichtlich finanziellen Interessen. Jetzt ist es nur noch eine Art Facebook mit der Möglichkeit, Bücher zu veröffentlichen. Die eBooks kann man nicht mehr zweiseitig blättern, auch das war etwas Besonderes. Bilder können in die Beiträge nicht mehr eingebunden werden, die Profilgestaltung ist mehr als dürftig … Es werden noch viele andere Dinge kritisiert.

Interessant ist, dass sich innerhalb von Bookrix eine Protestbewegung formiert. Anstelle der gängigen Profilbilder (Fotos, Zeichnungen, u. a.) tauchen immer mehr Protestavatare auf. Meins seht ihr oben.

Ich habe mich zwischenzeitlich auf einer anderen Plattform angemeldet und warte erst einmal ab, wie sich die Dinge bei Bookrix weiter entwickeln. Doch so etwas wie das alte Bookrix konnte ich im Web nicht finden.


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Ein Kommentar

  1. Guten Abend Brigitte,

    So mancher auf dieser Cyber-Platform von Bookrix scheint inzwischen zu pausieren. Hat man Bookrix den Laufpaß gegeben, hat man sich sang- und klanglos verabschiedet, hat man genausowenig einen Fehler begangen. Die Kommunikation so mancher Bookrix-Power-User hat jener Relaunch jedenfalls klein gekriegt.

    Es gibt dort nichts mehr zu holen. Ob sich an dem auf dieser Platform versprochenen und praktizierbaren Geschäft etwas verdienen läßt, ist für einen außenstehenden Autor schlecht nachvollziehbar. Die notwendige Bedingung für nachhaltigen Umsatz hängt an der Qualität des zum Verkauf angebotenen Buches. Was den Ruf dieser Platform betrifft, so steht und fällt dieser mit dem Niveau ihrer Autorenschaft. Daran hat es aber schon immer gemangelt und Bookrix weiß das. Deshalb lanciert Bookrix nunmehr Appelle an die Autoren, sich zu verbessern: „Gönne Dir und Deinem Buch ein professionelles Korrektorat“. Aber wie will man da noch verdienen, wenn ein Buch gegen Bezahlung total überabeitet werden muß.

    Es ist gut möglich, daß es sich inzwischen rächt, daß sich Bookrix zu lange der Quantität und nicht der Qualität verschrieben hatte. Auch die Tatsache, daß man die Kommunikation innerhalb der Gruppen wahrlich brutal ausgemerzt hat, könnte sich schon jetzt negativ ausgewirkt haben. Der anspruchsvollere Teil der Autorenschaft hat sich das am wenigsten gefallen lassen und wußte das vielfach mit Fersengeld zu begleichen.

    Das Dorado von Bookrix ist dahin, das „Colorado“ ebenfalls. So ziemlich alle der graphisch aufwendig gestalteten Bücher wurden durch den Relaunch bis hin zur Unlesbarkeit zerstört. Keiner hätte mit derart heftigem Wandalismus der Macher von Bookrix gerechnet. Aber genau das ist eben passiert: Eine Unverzeihlichkeit!

    Der Dschauli (DD)

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